Fender Gitarren

Fender gilt neben Gibson als die bekannteste Gitarrenmarke weltweit. Stars wie Jimi Hendrix, Eric Clapton, Mark Knopfler und Stevie Ray Vaughan spielen oder spielten auf Instrumenten dieser Firma.

Der kalifornische Erfinder Leo Fender, der übrigens selbst gar nicht Gitarre spielen konnte, entwickelte in den 40er Jahren eine verbesserte Variante des damals gängigen Instruments, indem er den normalerweise angeleimten Hals durch einen verschraubten Hals ersetzte und den Aufbau veränderte – der sonst kompakte Körper wurde durch einzelne Komponenten ersetzt, die man bei Verschleiß oder Defekt leicht austauschen konnte. 1951 präsentierte Fender die Telecaster Gitarre. Sie war die erste E-Gitarre, die in Massenanfertigung produziert wurde und heute neben der Fender Stratocaster einer der Klassiker unter den elektrischen Gitarren ist.

Im gleichen Jahr brachte Fender noch eine revolutionäre Entwicklung auf den Markt: den Fender Precision Bass, auch genannt Precision oder P-Bass. Er besaß ein Griffbrett mit Bünden, was eine präzisere, gitarrenähnliche Spielweise ermöglichte.

1954 folgte die Stratocaster, eine weitere E-Gitarre. Die Stratocaster wurde zu großen Teilen entsprechend des Feedbacks entwickelt, das Leo Fender von zahlreichen Musikern erhalten hatte. Sie ermöglicht eine größere Tonvielfalt und ist komfortabler zu bedienen als ihre Vorgänger. Die Strat wurde ein Hit und gilt bis heute weltweit als die beliebteste, meistverkaufte und nicht zuletzt meistkopierte E-Gitarre weltweit. Zusammen mit der Telecaster und der Precision beeinflusste sie die Entwicklung der Rockmusik und das Aussehen aller folgenden elektrischen Gitarren.

Diese drei Instrumente waren die Grundlage für zahlreiche weitere Modelle der Firma. Sie prägten nicht nur die Entwicklung des musikalischen Sounds, sondern auch des Musikmarktes. Denn durch die vereinfachte Produktion konnten die Instrumente in Serie hergestellt und somit zu Preisen verkauft werden, die für viele Interessenten erschwinglich waren. Außerdem gab die Möglichkeit, die Gitarren an elektrische Verstärker anschließen zu können, auch einzelnen Musikern die Möglichkeit, Konzerte vor großem Publikum zu geben, was die Entwicklung von großen Big Bands hin zu kleineren Rock- oder Jazz-Bands vorantrieb.

Fender hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit der gleichen Leidenschaft zu arbeiten, wie es die Musiker tun, die mit den Instrumenten der Firma spielen, und deren Erwartungen an Qualität, Wert, Innovation und Service mehr als nur zu erfüllen. Dabei gilt es, an die Zukunft zu denken, ohne aber die Vergangenheit aus den Augen zu verlieren. Musikalisches Erbe soll gewahrt und an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Obwohl Fender eine tief in der amerikanischen Tradition verwurzelte Firma ist, betrachtet man sich als internationales Unternehmen. Tochterfirmen gibt es deshalb in England, Frankreich, Deutschland, Japan, Mexiko, Spanien und Schweden. Devise der Firma ist es, dass jeder Musiker, ganz gleich ob Anfänger oder Profi, der sich ein Instrument von Fender kaufen möchte, auch die finanzielle Möglichkeit dazu haben soll.

Das Stammunternehmen hat heute seinen Sitz in Arizona. 2010 werden 16 neue Modelle auf den Markt gebracht, die alle auf den ursprünglichen Modellen basieren, beispielsweise die American Special Stratocaster (American Special Series), die Thurston Moore Jazzmaster (Artist Series), die Classic Player Telecaster Deluxe With Tremolo (Classic Player Series), die Acoustasonic Tele (Deluxe Series) oder die Road Worn ‘60s Strat (Road Worn Series).

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